Studie bestätigt großen Bedarf an Entscheidungshilfen

Laut der Studie “Zweitmeinungsverfahren aus Patientensicht” der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH und des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung, für die 1000 Bundesbürger über 18 Jahren repräsentativ online zum Thema Zweitmeinung befragt wurden, ist einem Viertel der Bevölkerung das Recht auf Zweitmeinung nicht bekannt.

Dennoch zeigt die Studie auf, dass der Bedarf an Entscheidungshilfen groß ist. So haben sich zwei Drittel der Befragten im Anschluss an einen Arztbesuch mindestens einmal über alternative Behandlungsformen erkundigt. Die beliebteste Informationsquelle stellt hierbei mit 65 Prozent das Internet dar.

64 Prozent der Befragten gaben an, sich bei Freunden und Familienmitgliedern erkundigt zu haben und 52 Prozent zogen einen zweiten Arzt zurate. Jedoch ist das Vertrauen der Befragten in Empfehlungen zu alternativen Behandlungsmethoden am größten, wenn diese von Ärzten ausgesprochen werden (91 Prozent).

Von niedergelassenen Fachärzten wurden 40 Prozent und von Fachärzten in Kliniken 37 Prozent der Befragten in den letzten fünf Jahren zumindest einmal auf die Möglichkeit einer Zweitmeinung hingewiesen.

Umfrageteilnehmer, die schon einmal eine Zweitmeinung eingeholt haben, haben diese zu 54 Prozent aus eigener Initiative eingefordert. In 32 Prozent der Fälle wurde die Zweitmeinung von einem niedergelassenen Arzt in die Wege geleitet und in 11 Prozent der Fälle durch Ärzte in Krankenhäusern. Von den Krankenkassen wurden lediglich 2 Prozent der Zweitmeinung initiiert.

Bei der Frage nach den Hauptmotiven für die Einholung der Zweitmeinung gaben 52 Prozent der Befragten an, dass sie sich unsicher waren, ob die empfohlene Behandlungsmethode optimal für sie sei. 47 Prozent nannten als Hauptmotiv den Wunsch, eine unnötige Behandlung bzw. eine unnötige Operation vermeiden zu wollen.

Für 85 Prozent der Befragten, die schon einmal eine Zweitmeinung eingeholt haben, stellte die Zweitmeinung eine nützliche Entscheidungshilfe bei der Suche nach der für sie am besten geeigneten Behandlungsmethode dar. 94 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, mit dem Ablauf und Ergebnis des Zweitmeinungsverfahrens zufrieden gewesen zu sein. Bei lediglich 16 Prozent führte die zweite Therapieempfehlung zu einer vollkommenen Verunsicherung und damit zu einer erschwerten Entscheidungsfindung.

95 Prozent der Befragten, die bisher noch nicht von ihrem Recht auf Zweitmeinung Gebrauch gemacht haben, würden dies jedoch zukünftig im Krankheitsfall machen.

Im Hinblick auf den Ablauf des Zweitmeinungsprozesses, ist 54 Prozent der Befragten eine schnelle und unkomplizierte Begutachtung durch den zweiten Facharzt besonders wichtig.

Quelle: Ärzte Zeitung

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